Familie Liebold im Web / USA 2011-2013

Wir leben noch ...

Dieses eMail soll nicht unser nächstes Rundmail sein – auch wenn es dafür bereits wieder Zeit wäre und es genügend Stoff dafür gäbe - , sondern lediglich eine Information außer der Reihe aus gegebenem Anlass.

Uns haben über eMail und unsere Kinder zu Hause mehrere besorgte Anfragen erreicht, ob wir wohlauf sind. Und das wollen wir mit diesem eMail bestätigen. Danke für die Sorgen, die ihr Euch um uns macht, zeigt es uns doch, dass Ihr uns nicht vergessen habt und verfolgt was in der Region, in der wir zur Zeit leben, so vor sich geht.

Hurrikan Irene ist über die Ostküste gefegt und davor gab es in der zurückliegenden Woche auch noch ein recht kräftiges Erdbeben in Virginia, welches bis zu uns zu spüren war.

"Irene" hat sich in unserer Ecke mit recht stürmisch, mit langanhaltendem kräftigen Niederschlag und zahlreichen Unterbrechungen in der Stromversorgung spürbar gemacht. Nach allem was man in den Medien so sehen kann, ging es für die gesamte Ostküste glimpflicher ab, als befürchtet, auch wenn es immer noch genügend Schäden gab. Bei uns dürften Überschwemmungen die Hauptauswirkung sein - das wird man in den nächsten Tagen genauer sehen.

In den Medien gab es übrigens tagelang kein anderes Thema. Manche sprechen jetzt im Nachhinein von Panikmache - aber sicher hätte es schlimmer kommen können und wehe, wenn dann nicht rechtzeitig gewarnt worden wäre - siehe Katrina. Dadurch das Veranstaltungen abgesagt wurden, Einkaufszentren, Kirchen und andere Einrichtungen geschlossen blieben und die Leute sehr intensiv gewarnt wurden, waren letztendlich auch weniger Leute unterwegs und konnten somit nicht zusätzlichen Gefahren ausgesetzt werden.

Das Erdbeben am 23.8. war bis in unsere Region und darüber hinaus deutlich spürbar. Das schöne, neue Bürogebäude von GLOBALFOUNDRIES hat recht stark “gewankt“. Alle sind aufgeregt von ihren Plätzen aufgesprungen und umhergelaufen. Um ehrlich zu sein hat Uwe auf Arbeit sowie Ute und Anika zu Hause direkt nichts davon gespürt. Ute hat vom Erdbeben sogar erst aus Deutschland – durch eine Nachfrage von Luisa per Skype – erfahren.

Scherzhaft hat Uwe die Woche so zusammengefasst:

    “Bei uns gab es ein Erdbeben!“
    “Und, was ist passiert?“
    “Unser Kartenhaus ist zusammen gefallen.“

    “Und dann kam der Hurrikan Irene!“
    “Und, was ist passiert?“
    “Eine Tür ist durch den Durchzug zugefallen.“

    “Und der Hurrikan brachte jede Menge Regen!“
    “Und, was ist passiert?“
    “Das Wasser ist uns in die Flip-Flops geschwappt.“

Luisa sagte noch, wir sollten den Jahrhundertsommer nicht vergessen. Also etwa:

    “In unser Gegend gab es diesen Sommer eine Rekordhitze!“
    “Und, was ist passiert?“
    “Uns standen die Schweißperlen auf der Stirn.“

Ganz so lustig war das alles sicher nicht aber ihr seht uns geht es prächtig. Trotzdem danke der Nachfrage.

Wir hoffen, Euch geht es nach einem durchwachsenen Sommer in Deutschland auch allen gut. Wir freuen uns immer von Euch zu hören.

Eure Liebolds aus dem “leidgeprüften“ Osten der USA :-)

P.S.:
Ein Rundmail mit mehr Informationen kommt demnächst. Anika und Uwe sind in den letzten zwei Wochen je ein Jahr älter geworden und bedanken sich auf diesem Wege für die zahlreichen guten Wünsche.